Deutsche Stiftungen

Diese verfügen derzeit über ein Vermögen von rund 100 Milliarden Euro.

Warum Stiftungen sehr wohl in Indexfonds investieren sollten

Stiftungen stehen vor einer besonderen Verantwortung: Sie müssen das ihnen anvertraute Kapital langfristig erhalten und zugleich aus den Erträgen den Stiftungszweck erfüllen. Gerade in einem Umfeld extrem niedriger Zinsen und stagnierender klassischer Anlageformen ist es für Stiftungen zunehmend schwierig, mit konservativen Portfolios solide Erträge zu erwirtschaften. Traditionelle aktiv gemanagte Fonds sind dabei oft keine befriedigende Lösung – vor allem wegen der hohen Kosten und der mangelnden nachweisbaren Überrendite gegenüber den Märkten.

Ein zentraler Vorteil von Indexfonds (ETFs) ist, dass sie große Marktindizes abbilden, statt auf aktive Fondsmanager zu setzen, die – nach Abzug aller Gebühren – in der Mehrzahl der Fälle ihre Vergleichsmaßstäbe nicht schlagen. Diese These wird in der Fachpresse seit Jahren breit diskutiert und durch empirische Daten bestätigt: Viele aktiv gemanagte Fonds schaffen es langfristig nicht, die Entwicklung der zugrunde liegenden Indizes zu übertreffen.

In einem FAZ-Artikel vom 31. Dezember 2014 wurde genau dieses Argument auch im Kontext von Stiftungen aufgegriffen. Dort heißt es, dass Indexfonds gerade für Stiftungen „besser geeignet als Fondsmanager“ sind, weil sie gegenüber klassischen Stiftungsfonds erhebliche Kostenvorteile aufweisen und gleichzeitig breit gestreute Marktrenditen abbilden. Die Autor:innen kritisieren die hohen Verwaltungsgebühren vieler institutioneller Stiftungsfonds, die das Vermögen der Stiftung über die Jahre deutlich schmälern können – besonders im Vergleich zu den sehr niedrigen laufenden Kosten von Indexfonds.

Warum gerade Stiftungen profitieren:

  • Kosteneffizienz: Indexfonds verlangen deutlich geringere Gebühren als aktiv gemanagte Fonds. Für Stiftungen mit großen Vermögen summieren sich diese Einsparungen über Jahrzehnte zu erheblichen Beträgen, die als Ertrag für die Förderung des Stiftungszwecks genutzt werden können.
  • Marktnähe und Transparenz: Anleger partizipieren direkt an der Entwicklung breiter Aktien- und Rentenmärkte, ohne auf das Stock-Picking einzelner Manager angewiesen zu sein.
  • Diversifikation: Durch die Abbildung ganzer Indizes wird eine breite Risikostreuung erreicht – ein wichtiges Kriterium für institutionelle Anleger wie Stiftungen, die Risiken über lange Zeiträume minimieren wollen.
  • Langfristiger Anlagehorizont: Stiftungen planen über Jahrzehnte. In dieser Perspektive spielen kurzzeitige Markt-Out/Underperformances aktiver Manager eine untergeordnete Rolle. Das spricht für ein kostengünstiges, breit diversifiziertes Portfolio in Indexfonds.

Zudem bietet die passive Anlageform Stiftungen die Möglichkeit, Regelkonformität und Nachvollziehbarkeit bei gleichzeitig hoher Flexibilität zu verbinden: Indem sie klare Anlagerichtlinien an Indexkriterien koppeln, können Stiftungsvorstände sowohl Risiko steuern als auch die Einhaltung der eigenen Vermögensstrategie sicherstellen.

Fazit:
Angesichts der strukturellen Nachteile vieler aktiv gemanagter Fonds – insbesondere hoher Kosten und mangelnder dauerhafter Überrendite – stellen Indexfonds für Stiftungen eine hervorragende Alternative dar. Sie verbinden Kosteneffizienz, Transparenz und breite Risikostreuung mit der Möglichkeit, langfristig stabile Erträge zu erwirtschaften. Der FAZ-Beitrag von Alexander Schmidt und Co. unterstreicht diesen Punkt: Indexfonds sind nicht nur geeignet, sondern in vielen Fällen sogar „besser geeignet als Fondsmanager“ für die Vermögensverwaltung von Stiftungen.

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/indexfonds-sind-fuer-stiftungen-besser-geeignet-als-fondsmanager-13347278.html?utm_source=chatgpt.com

Alexander Schmidt
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